Schmedi's
Tipps bei Drüsenfieber
Die Zeit
totschlagen
Das schlimmste an der ganzen Krankheit war, dass ich die
ganze Zeit Fieber hatte und wirklich nichts machen konnte,
außer im Bett zu liegen. Nicht einmal Lesen konnte ich auf
Grund der Kopfschmerzen, von der Computernutzung ganz zu
schweigen. Deswegen sollte man sich in der Krankheitszeit
irgendwas wenig anstrengendes als Beschäftigung suchen.
Während meiner 1.5 Krankheitswochen haben sich u.a.
folgende Beschäftigungen als machbar erwiesen
- sich selbst bemitleiden
- wenn jemand ins Zimmer
kommt noch viel kränker wirken, als man eigentlich ist
und sich bemitleiden lassen
- Pläne schmieden für
die Zeit nach der Krankheit und in Tagträumen
schwelgen, sich viel vorstellen wie schön es als
gesunder Mensch wieder sein wird
- Briefmarken sortieren
- Kataloge anschauen
- autogenes Training
- viel schlafen
- verschiedene Teesorten
ausprobieren
Die richtigen
Sachen essen und trinken
Ganz übel an der Krankheit war auch, dass man so
gut wie gar nicht mehr schlucken konnte, beziehungsweise nur
unter furchtbaren Qualen. Deswegen sollte man nicht viel
leckere Sachen im Haus haben, auf die man Hunger bekommen könnte.
Trinken sollte man vor allem warmen Tee und das so viel wie
möglich.
Zum Essen eignen sich besonders Suppen und Milchreis und
Gries *mjam*. Ich hab zwar auch jede Menge Äpfel und geröstetes
Brot gegessen, aber das tat wirklich weh und ist nicht zu
empfehlen.
Die Nacht überleben
Ein weiteres Problem war es, wenn man sowieso den
ganzen Tag im Bett gelegen hat, dann nachts noch irgendwie
schlafen zu können. Dazu habe ich alle bekannten Mittel
angewendet: Fenster auf, eine dicke Bettdecke,
Einschlafmusik etc. Es hat aber meistens nichts geholfen.
Und da nachts meist keiner da ist, der warmen Tee liefern
konnte, musste ich dann auch noch eiskalten Tee trinken,
wenn ich dem Tode nahe eine Fieber oder Schmerztablette
eingeworfen habe. Natürlich war das herunterschlucken kaum
möglich.
Weiterhin hatte ich andauernd kurze, aber ständig
wiederkehrende saublöde Träume, z.B. von Computerspielen
oder Big Brother.
Darum kann ich nur empfehlen abends nicht Fernsehen zu
schauen oder am Compu zu sitzen. Außerdem sollte warmer Tee
in einer Thermoskanne bereitstehen. Zudem könnte man es
auch mal mit pflanzlichen Einschlafmitteln oder einer Gute
Nacht Geschichte versuchen.
Ein Handy neben dem
Bett
Da man sich, besonders wenn man allein in einer
Wohnung wohnt und die Mitbewohner und Eltern auf Arbeit
sind, sehr oft selbst bemitleidet und verlassen fühlt, ist
es sehr nützlich ein Handy zum SMSen neben dem Bett liegen
zu haben. In den seltenen Moment wo man die Kraft hat
aufzustehen lohnt es sich immer, das prall gefüllte
Telefonbuch durchzublättern und allen Bekannten, die sich
dort finden lassen eine SMS zu schicken, in der das Leid in
allen Details beschrieben wird. Auf diese Weise kommen hin
und wieder Gesundwerd-SMS an und der ein oder andere
Krankenbesuch wird provoziert.
Ungeheuer wichtig um wieder gesund zu werden!

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